Luminale 2016

Luminale 2016 – In Vielfalt geeint

Bereits zum achten Mal fand die Luminale in Frankfurt am Main statt und begleitete als Biennale der Lichtkultur
die zeitgleich stattfindende Messe light+building. Im Rahmen der sechstägigen Veranstaltung konnten die Besucher an zahlreichen öffentlichen Orten in Frankfurt kleine und große Lichtinstallationen erleben und so die Stadt aus völlig neuen Blickwinkeln betrachten.

Ein Highlight der Luminale 2016 war mit Sicherheit die Inszenierung des 148 Meter hohen Eurotowers der Europäischen Zentralbank [EZB]. Auf Grundlage des offiziellen Mottos der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ setzten Thomas und Michael Giegerich von „bright!“ mit ihrem Team das prestigeträchtige Gebäude in den Mittelpunkt einer generischen Licht- und Projektionsinstallation. Als Ausgangspunkt diente die Europäische Hymne – ein Ausschnitt des Präludiums zur „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie. Für die Zusammensetzung
der einzelnen, vorgefertigten Video-Elemente der Installation sorgte ein Computer-Algorithmus, der anhand diverser soziokultureller Kennziffern [z.B. die Anzahl gesprochener Sprachen in der EU] stets neue Projektionen
an die Fassade des Eurotowers warf. Auf diese Weise setzte die Lichtinstallation die Vielfalt der europäischen Gesellschaft in ein sich gegenseitig bedingendes Wechselspiel mit der europäischen Einheit.

Für die Umsetzung der beeindruckenden Licht- und Projektionsshow kamen insgesamt 28 Projektoren zum
Einsatz. Die Zuspielung des Videocontents erfolgte über d3-Medienserver, übereinander angeordnet in 4er-Stacks.
Jede generische, sich immer wieder verändernde Gestaltung brauchte einen Fixpunkt bzw. eine visuelle Basis, welche der Vielfalt eine begleitende Form gab und in ein stimmiges Gesamtbild einbettete. Für diese Aufgabe vertraute bright! voll und ganz auf insgesamt 30 EHRGEIZ Chroma LED-Outdoor-Washlights, die auf dem Vordach des Eurotower platziert waren und die Fassade in ein stimmiges Blau tauchten. Thomas Giegerich: „Wir hatten im Vorfeld einige Testaufbauten und waren von den Chromas voll überzeugt.“ „Durch die Chromas und den Lichtpart wird aus der Fassadenprojektion eine Gesamtinszenierung des Gebäudes. Und in den Pausenzeiten zwischen den Installationen atmet das Gebäude richtiggehend über die Chromas“, erklärt Michael Giegerich. Für bright! spielte neben der Lichtleistung [„Viel Output für wenig Lampe!“] und Farbqualität insbesondere der Abstrahlwinkel eine entscheidende Rolle: „Durch die 15°-Linsen des Chroma können wir das Gebäude sehr gut nach oben anstrahlen.“