Bürogebäude LA CROIX ARCHITEKTEN in Stutensee

Immer öfter setzen Kunden auf moderne, offene Bauformen. Um die meist klare geometrische Formensprache dieser Bauten in der Ausleuchtung zu unterstützen und den hohen Ansprüchen der jeweiligen Kunden gerecht zu werden, verzichten wir in diesen Fällen in der Regel auf den Einsatz klassischer Leuchten und Einbaustrahlern zugunsten einer linearen Lichtlösung.

Die Ausleuchtung greift die Geometrie des dominanten Eingangsbereichs auf und unterstützt die markante Formensprache. Tagsüber kaum sichtbar, setzt sie das vorgezogene Element nach Sonnenuntergang in Szene und leitet Besucher ins Innere des Gebäudes.

Durch den Einsatz von Linearem Licht wird die Grundform des Baukörpers eindrucksvoll betont, ohne die Formensprache zu stören und selbst allzu offensichtlich in den Vordergrund zu treten. Im Gegensatz zu klassischen Beleuchtungslösungen bleibt der offene, freie Blick ins Gebäude unverstellt. Darüber hinaus vermitteln die präzise gesetzten Lichtelemente den Eindruck eines gezeichneten dreidimensionalen Raummodells – mit dem Unterschied, dass hier kein Bleistift zum Einsatz kam, sondern mit Licht „gezeichnet“ wurde.

Um Lichtvouten derart reduziert umzusetzen und komplett auf sichtbare, das Raumgefühl störende Einbauöffnungen zu verzichten, ist es zwingend notwendig, den Lichtplaner frühzeitig in den Gestaltungs- und Bauprozess einzubinden. Auf diese Weise lassen sich Treiber und Technik bereits in den frühen Bauphasen nahtlos integrieren. Indirekte Beleuchtung erfordert hohe Watttagen. Deshalb können die verwendeten LED-Stripes nur mit entsprechenden Profilen verbaut werden, um die entstehende Wärme abzuleiten und gleichzeitig eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.

Im Gegensatz zu einer direkten Beleuchtung von oben oder links/rechts erzeugt die indirekte Beleuchtung am großformatigen Spiegel eine zusätzliche Tiefendimension. Darüber hinaus ermöglichen moderne Licht- und Steuerungssysteme die individuelle Anpassung der Lichtfarbe, um Tageslichtsituationen nachzubilden – beispielsweise für das tägliche Make-up. Zudem vermittelt die warme Farbtemperatur von 3.000K bei Wellness-Anwendungen eine wohlige Atmosphäre.

Da Lineares Licht in dieser Bauform als ortsbezogenes gestalterisches Element zum Einsatz kommt, lassen sich durch zusätzliche Steh- oder Pendelleuchten Akzente setzen, die flexibel im Raum positioniert werden können. Einen vergleichbaren Effekt besitzt auch der Bodeneinbaustrahler vor dem Olivenbaum. Insbesondere in Kombination mit großen Glasflächen können Außenbereiche und Innenhöfe ohne entsprechende Ausleuchtung zum „schwarzen Loch“ werden. Ganz im Gegensatz zur hier gezeigten Lösung, durch die der Innenhof am Abend zum Blickfang und architektonischen Objekt wird.

Fotos: Daniel Vieser. Architekturfotografie, Karlsruhe